Warum Schimpfen kein Haltungsproblem ist, sondern ein Stresssignal

Warum Schimpfen kein Haltungsproblem ist, sondern ein Stresssignal
Viele Mütter schämen sich für ihr Schimpfen. Dabei ist Schimpfen meist kein Zeichen falscher Haltung, sondern von Überlastung.
Was im Körper passiert, wenn du schimpfst
Schimpfen entsteht oft dann, wenn:
- Dein Nervensystem überflutet ist.
- Du dich ohnmächtig fühlst.
- Du keine andere Regulation mehr findest.
Wichtig zu wissen: Der Körper geht in den Alarmmodus – nicht in den Erziehungsmodus.
Warum gute Vorsätze im Stress nicht greifen
Wenn der Stresspegel steigt, sind kognitive Ressourcen kaum abrufbar:
- Ratgeber-Wissen
- Wissen über Bindung
- Gute Absichten
Das ist reine Biologie, kein persönliches Versagen. Dein Gehirn schaltet in solchen Momenten auf das Überlebensprogramm um.
Schimpfen heißt oft: „Ich brauche gerade Hilfe“
Hinter dem Schimpfen steckt in der Regel nicht mangelnde Liebe, sondern:
- Erschöpfung
- Alleinsein
- Fehlende Unterstützung
Was stattdessen hilft
Das Ziel sollte nicht sein, sich das Schimpfen radikal zu verbieten, sondern die Ursachen anzugehen:
- Stresssignale früher wahrnehmen: Spüren, wann der Kessel anfängt zu kochen.
- Pausen erlauben: Kurze Momente des Durchatmens einplanen.
- Dich selbst entlasten: Hilfe annehmen und Ansprüche senken.
Selbstmitgefühl ist hier der entscheidende Schlüssel zur Veränderung.
Wenn du dein Schimpfen verstehst, musst du dich nicht mehr dafür bekämpfen. Und genau das schafft den Raum, den du für eine echte Veränderung brauchst.
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