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MutterschaftGefühle

Warum es so schwer ist, die Gefühle des eigenen Kindes auszuhalten

Imke Schacht
Warum es so schwer ist, die Gefühle des eigenen Kindes auszuhalten

Warum es so schwer ist, die Gefühle des eigenen Kindes auszuhalten

Viele Mütter fragen sich:

„Warum reagiere ich bei den Gefühlen meines Kindes so stark – obwohl ich es doch liebe?“

Wut, Angst, Weinen oder Verzweiflung des eigenen Kindes können überwältigend sein. Und das hat meist nichts mit fehlender Kompetenz zu tun.


Gefühle des Kindes aktivieren eigene alte Gefühle

Die Gefühle deines Kindes treffen nicht auf ein neutrales Feld. Sie berühren dein eigenes Nervensystem, deine Geschichte, deine frühen Erfahrungen.

Wenn du selbst gelernt hast:

  • Gefühle eher zu unterdrücken
  • dich zusammenzureißen
  • nicht „zu viel“ zu sein

dann sind kindliche Emotionen besonders herausfordernd.


Warum Nähe alles intensiver macht

Das eigene Kind steht uns emotional näher als jeder andere Mensch. Deshalb wirken seine Gefühle:

  • lauter
  • bedrohlicher
  • schwerer auszuhalten

Nicht, weil du schwach bist – sondern weil Bindung aktiviert ist.


Überforderung ist kein Zeichen von Lieblosigkeit

Wenn du:

  • innerlich dicht machst
  • schimpfst
  • weg willst

ist das ein Stresssignal, kein Beziehungsabbruch. Dein System sagt: „Das ist gerade zu viel.“


Ein erster sanfter Perspektivwechsel

Statt dich zu fragen:

„Warum halte ich das nicht aus?“

frage dich:

„Was in mir wird hier gerade berührt?“

Das ist kein Vorwurf – sondern der Beginn von Mitgefühl mit dir selbst.

Du musst die Gefühle deines Kindes nicht perfekt halten. Aber du darfst lernen, dich selbst dabei mitzuhalten.

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